Der Standort

Liechtenstein

Ein Kurzprofil

Viertkleinster Staat Europas

Liechtenstein liegt im Herzen Europas. Im Norden und im Osten grenzt das Land an Österreich, im Süden und im Westen an die Schweiz. Mit einer Fläche von rund 160 Quadratkilometern ist das Fürstentum das viertkleinste Land Europas und der sechstkleinste Staat der Welt.

Konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratisch-parlamentarischer Grundlage

Liechtenstein ist eine konstitutionelle Erbmonarchie auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage. Die Staatsgewalt ist im Fürsten und im Volk verankert und wird von beiden nach Massgabe der Verfassung ausgeübt. Staatsoberhaupt des Landes ist S.D. Fürst Hans Adam II. von und zu Liechtenstein.

Der Landtag, wie das liechtensteinische Parlament heisst, zählt 25 Abgeordnete und wird vom Volk nach einem Proporzwahlsystem für eine Legislaturperiode von vier Jahren gewählt. Die fünfköpfige Regierung des Landes, der Regierungsrat, wird auf Vorschlag des Landtags vom Fürsten ernannt. An seiner Spitze steht der Regierungschef. Amtierender Regierungschef ist Adrian Hasler.

Zollunion mit der Schweiz

Seit 1924 ist Liechtenstein mit der Schweiz in einer Zollunion verbunden. Offizielles Zahlungsmittel des Landes ist der Schweizer Franken.

Mitglied der Völkergemeinschaft

Das Fürstentum ist ein souveräner, international gut vernetzter Kleinstaat und Mitglied zahlreicher internationaler Organisationen: 1950 trat das Land dem Statut des Internationalen Gerichtshofs (IGH) bei, 1962 dem Weltpostverein (UPU) und 1963 der Internationalen Fernmeldeunion (ITU).

1975 gehörte Liechtenstein zu den Teilnehmerstaaten der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit (KSZE) und unterzeichnete die Schlussakte von Helsinki. 1978 trat das Fürstentum dem Europarat bei und 1990 den Vereinten Nationen (UN).

Seit 1991 ist Liechtenstein Vollmitglied der Europäischen Freihandelszone (EFTA). 1995 wurde das Fürstentum zudem Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) und der Welthandelsorganisation (WTO).

Ein Land – elf Gemeinden 

Rund 35'000 Menschen leben im Fürstentum, davon sind rund zwei Drittel gebürtige Liechtensteiner und ein Drittel Ausländer. Das Land gliedert sich in elf Gemeinden, darunter der Hauptort Vaduz mit etwa 5'100 Einwohnern und Schaan, die mit 5'700 Einwohnern bevölkerungsreichste Gemeinde des Landes.

Teil der alemannischen Sprachregion

Offizielle Amtssprache des Landes ist Deutsch. Im Alltag gesprochen werden verschiedene alemannische Mundarten, die eng verwandt sind mit den Dialekten der angrenzenden Schweizer Kantone St.Gallen und Graubünden sowie des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg.

Hoch industrialisierter Wirtschaftsstandort

Liechtenstein ist hoch industrialisiert und Sitz zahlreicher Hightech-Unternehmen. Der Finanzplatz Liechtenstein zählt weltweit zu den modernsten. Niedrige Steuern, eine liberale Wirtschaftspolitik, der kooperativer Umgang der Sozialpartner und die Leistungs- und Innovationskraft der Bevölkerung des Landes machen Liechtenstein zu einem attraktiven Wirtschaftsstandort.

Hohe Bedeutung des Industriesektors

Die Wirtschaftsstruktur Liechtensteins ist stark diversifiziert. Dem Industriesektor kommt eine hohe Bedeutung zu, die sich auch in den Beschäftigtenzahlen widerspiegelt: Etwa 43 Prozent aller Beschäftigten sind in der Industrie und im produzierenden Gewerbe tätig, 39 Prozent im allgemeinen Dienstleistungssektor und 16 Prozent im Finanzsektor. Nur zwei Prozent der Beschäftigten arbeiten in der Land- und Forstwirtschaft.

Zur Bruttowertschöpfung des Fürstentums trägt die Industrie rund 40 Prozent bei, der Finanzdienstleistungssektor 29 Prozent, die allgemeinen Dienstleistungen 24 Prozent und die Land- und Forstwirtschaft etwa sieben Prozent. 

Zwei Drittel der Beschäftigten sind Ausländer

Liechtenstein hat mit rund 34'000 Beschäftigten fast so viele Beschäftigte wie Einwohner. Rund zwei Drittel der in Liechtenstein arbeitenden Personen sind Ausländer. Da das Fürstentum die starke Nachfrage nach Arbeitsplätzen nicht erfüllen kann, pendeln täglich rund 17'000 Personen ins Land aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland.

Die liechtensteinische IKT-Wirtschaft

Die IT- und Telekommunikationswirtschaft zählt zu den wichtigsten Wachstumsbranchen Liechtensteins und hat einen bedeutenden volkswirtschaftlichen Stellenwert. Die liechtensteinischen IKT-Unternehmen weisen ein Marktvolumen von circa CHF 350 Millionen auf.

 

Die Mitarbeiter gelten als das wichtigste Kapital der IT- und Telekommunikationswirtschaft. Circa 600 Personen arbeiten insgesamt in der liechtensteinischen IKT-Branche. Drei Viertel davon sind Männer. Etwa 60 Prozent der in liechtensteinischen IKT-Unternehmen Beschäftigten pendelt jeden Tag ins Land – aus Österreich, der Schweiz oder aus Deutschland. Zahlreiche IT- und Telekommunikations-Fachkräfte arbeiten zudem in den firmeneigenen IT-Abteilungen von Unternehmen anderer Branchen.

 

Das liechtensteinische Amt für Statistik zählte insgesamt 109 IKT-Unternehmen. Davon waren 98 im Bereich der IT und der IT-Dienstleistungen und 11 im Bereich der Telekommunikation tätig. In Liechtensteins IKT-Branche dominieren Kleinst- und Kleinbetriebe: Von den insgesamt 109 registrierten IKT-Unternehmen haben 107 Betriebe weniger als 50 Beschäftigte. Lediglich 2 Unternehmen beschäftigen mehr als 50 Personen.

 

Zu den Stärken des liechtensteinischen IKT-Markts zählen Experten u.a. die gute Verfügbarkeit qualifizierten Personals, den hohen Spezialisierungsgrad der Unternehmen, die häufig in Nischenmärkten tätig sind, sowie die hohe Diversifikation im Land.

Rechtsnormen für die IKT-Branche

Hier finden Sie eine Auswahl liechtensteinischer Rechtsnormen, die für die IKT-Branche relevant sind. Die Links verweisen auf die entsprechenden Texte der Normen in der liechtensteinischen Online-Gesetzesdatenbank LiLex.

Gesetze

Verordnungen

Weiterführende Informationen

LiLex

Die Online-Gesetzesdatenbank LiLex wird von der Liechtensteinischen Landesverwaltung betrieben. Die Datenbank enthält sämtliche liechtensteinischen Rechtsvorschriften, insbesondere Gesetze, Verordnungen und Staatsverträge. Sie wird monatlich aktualisiert. www.gesetze.li

Landesgesetzblätter

Noch nicht in LiLex eingepflegte Landesgesetzblätter werden auf dem Webportal unter der Rubrik Neueste Landesgesetzblätter veröffentlicht: https://www.gesetze.li/lilexprod/lgpage2.jsp?menu=1&reset=1

EUR-Lex

EUR-Lex bietet einen unmittelbaren und kostenlosen Zugang zu den Rechtsvorschriften der Europäischen Union, darunter auch die vom Fürstentum Liechtenstein adaptierten Normen.
http://eur-lex.europa.eu